Aus der Medizin

Diabetes betrifft Frauen und Männer unterschiedlich

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Abwechslungsreiche Ernährung ist ein Baustein zur Gesundung

Frauen und Männer sind verschieden. Eine Binsenwahrheit, aber auch eine Wahrheit. Gerade in medizinischer Hinsicht müssen Männer und Frauen in vielen Bereichen völlig unterschiedlich betrachtet werden. Die Abteilung Endokrinologie und Stoffwechsel der Medizinischen Universität in Wien hat jetzt neueste Erkenntnisse aus der „Gendermedizin“ in Hinblick auf den Diabetes präsentiert.

Männer häufiger betroffen – Sterblichkeit der Frauen höher

Millionen Menschen leben weltweit mit der Diagnose Diabetes. Hauptursachen für Diabetes mellitus Typ II sind vor allem mangelnde Bewegung, falsche Ernährung und auch Faktoren wie Stress.
Dabei erkranken in erster Linie Männer an Diabetes. Erst wenn man höhere Altersgruppen betrachtet, sieht man, dass dann beide Geschlechter gleich häufig betroffen sind. Dabei haben die Frauen im hohen Alter eine höhere diabetesbedingte Sterblichkeit.
Man nimmt an, dass der schwankende Einfluss der Sexualhormone im Lebenszyklus der Frauen dafür verantwortlich ist. Die Hormone beeinflussen nämlich besonders auch den Metabolismus (Stoffwechsel). Überdies spielt hier wohl der Stressfaktor eine gewisse Rolle, weil Frauen sehr oft mit Beruf und Familie einer Doppelbelastung ausgesetzt sind. Und es ist unbestritten, dass Stress ein Risikofaktor für die Entstehung von Diabeteserkrankungen ist.

Diabetes und Schwangerschaft

Frauen, die die Diagnose Diabetes haben, müssen gemeinsam mit ihrem Arzt darauf achten, gut eingestellt zu sein, damit während der Schwangerschaft Komplikationen vermieden werden. Schon vor der Schwangerschaft sollten Frauen mit Kinderwunsch gut vorbereitet werden. Es muss durch eine gute Einstellung des Diabetes verhindert werden, dass es während der Schwangerschaft zu Hungerphasen kommt, denn es ist belegt, dass diese zu einem höheren Diabetes-Risiko bei den Nachkommen führt. 40 % der Frauen mit Diabetes sind im gebärfähigen Alter und immerhin jede 7. Geburt ist von Schwangerschaftsdiabetes betroffen. Für die meisten betroffenen Frauen ist der Schwangerschaftsdiabetes ein vorübergehender Zustand. Aber Frauen, die eine Schwangerschaftsdiabetes entwickeln, haben ein sehr viel größeres Risiko später an Diabetes Typ II zu erkranken.

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Diabetes und Menopause

Während der Wechseljahre verschlechtern sich typischerweise der Stoffwechsel und die Blutfettprofile. Auch die Insulinempfindlichkeit nimmt ab. Damit steigt für Frauen das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Bauchumfang bei kleiner als 88 cm liegt.
Besonders Frauen, die an Diabetes Typ II erkranken, haben ein 10-mal höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es ist auch erwiesen, dass das Risiko für Osteoporose und Depressionen, Sehverlust und Nierenerkrankungen stark erhöht ist.

Diabetes-Remission durch Gewichtsabnahme

Wie immer muss darauf hingewiesen werden, dass viele Diabetes-Erkrankte durch einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und vor allem gesteigerter Bewegung entscheidend zu einem positiven Krankheitsverlauf beitragen können. Sehr häufig kann dadurch sogar eine Gesundung erfolgen.

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Lesezeit ca.: 3 Minuten | Tippfehler melden | © Revision: 25. April 2024 | Peter Wilhelm 25. April 2024

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