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Aus der Medizin

Medikamente: Erfüllter Patientenwunsch steigert Akzeptanz

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Wenn Patienten mit eigenen Medikamentenwünschen an den Arzt herantreten, verdrehen manche Ärzte genervt die Augen. Sie sollten besser anders reagieren.

Ärzte wissen, was sie tun

Eins ist klar, in der Sprechstunde hat meist nur einer Medizin studiert: Der Arzt.
Er kennt sich bei den Medikamenten aus und weiß, welches Präparat für seinen Patienten das richtige sein wird. Kommen nun Patienten mit anderen Wünschen und eventuell Empfehlungen aus dem Netz, von Verwandten oder vom Hörensagen, dann sind die Mediziner teilweise zurecht genervt.

Es kostet sie Zeit, zu erklären, weshalb das verschriebene Mittel die bessere Wahl ist.

Patientenwünsche meist gar nicht verkehrt

In den seltensten Fällen kommen Patienten mit dem Wunsch nach einem vollkommen falschen Präparat; und wenn, dann ist das schnell ausgeräumt. Meist haben sie sich halt doch informiert und das Wunschpräparat käme möglicherweise doch infrage. Das sollte der Arzt aus einem ganz bestimmten Grund immer berücksichtigen.

Auf Patientenwünsche kann oft eingegangen werden

Die Pharmaindustrie liefert gerade im Bereich Diabetes sehr viele ähnlich wirkende Medikamente mit vergleichbaren Wirkungen und Nebenwirkungen. Nur weil ein Arzt ein Präparat schon bei 80 anderen Diabetikern mit guten Erfolgen einsetzt, bedeutet das ja nicht, dass in diesem Fall nicht auch ein vergleichbares anderes Mittel verschrieben werden könnte.

Deshalb sollten Patientenwünsche möglichst erfüllt werden

Das Ärzteblatt berichtet von einer Studie, deren Ergebnisse in Nature Medicine (2022; DOI: 10.1038/s41591-022-02121-6) vorgestellt wurden. Die Studie zeigte im Ergebnis, dass Wunschpräparate den Blutzucker besser senken, als Medikamente, die der Arzt dem Patienten einfach verschreibt.
Das hat u.a. etwas damit zu tun, dass Medikamente, von denen die Patienten überzeugt sind und die sie haben wollen, regelmäßiger und bewußter eingenommen werden, als Mittel, die nicht mit einem persönlichen Engagement verbunden waren.

Mehr über diese interessante Studie finden Sie im Ärzteblatt.

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Lesezeit ca.: 2 Minuten | Tippfehler melden | © Revision: 21. April 2024 | Peter Wilhelm 21. April 2024

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