Insulin

ist ein körpereigenes Hormon, das in den Langerhansschen Inselzellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es dient gewissermaßen als Schlüssel für die Zelle, der sie aufschließt, um Glukose hineinzulassen. Fehlt Insulin, fehlt den Körperzellen Glukose als „Brennstoff“ für die Energiegewinnung. Der Blutzuckerspiegel steigt an, weil die Glukose sich im Blut staut. Für die „Maschine“ Körper wird jedoch ständig Energie in den Zellen und damit Insulin benötigt. Da bei Diabetikern die Insulinproduktion teilweise oder ganz ausfällt bzw. das Insulin nicht richtig wirkt, muss es von außen durch Medikamente ersetzt werden. Insulin als Tablette würde im Magen zerstört werden, weshalb eine direkte Verabreichung ins Unterhautfettgewebe erfolgt. Die geschieht meistens mit einer Spritze. Nur wenige Diabetiker tragen eine Insulinpumpe.
Bis in die 80er Jahre hinein wurde das Insulin für Menschen mit Diabetes aus der Bauchspeicheldrüse von Rindern oder Schweinen gewonnen. Heute wird das sogenannte Humaninsulin in beliebiger Menge gentechnisch produziert. Nach ihrer Wirkungsdauer unterscheidet man zwischen dem schnell wirkenden Normalinsulin (=Altinsulin) und dem länger wirkenden Depot- oder Verzögerungsinsulin. Ferner gibt es fertige Mischungen von Insulinen mit unterschiedlicher Wirkdauer, sogenannte Mischinsuline. Darüber hinaus stehen heute sehr lang und sehr schnell wirkende Insulinanaloga zur Verfügung.

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Lesezeit ca.: 2 Minuten | Tippfehler melden | © Revision: | Peter Wilhelm 26. Januar 2023




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